Mein Gastfamilienwechsel

Da ich ich bei meiner alten Gastfamilie nicht wirklich wohlgefühlt habe, und meine Gastschwester ja anfang Dezember zurück nach Italien geflogen ist, habe ich mich dazu entschlossen, meine Gastfamilie zu wechseln.

Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten ging der Wechsel dann auch sehr schnell über die Bühne und seit Samstagmittag bin ich bei meiner neuen Gastfamilie. Eigentlich war der Wechsel erst für den 6.12. geplant, aber ich bin so froh, das ich jetzt Weihnachten mit meiner neuen Familie verbringen darf.  Sie wohnen etwas höher als meine alte Familie und mein Schulweg ist ein bisschen länger, aber ich fühle mich hier so viel wohler. Sie haben einen alten Kater, der total verschmust ist und ab Februar habe ich eine chinesische Gastschwester. Meine Gasteltern Mike und Cheryl sind extrem lieb und haben sich riesig gefreut mich zu sehen. Auf meinem Schreibtisch in meinem Zimmer stand ein kleiner Strauß aus Wildrosen, die in dem wunderschönen Garten wachsen.

Gestern abend waren wir bei ihrer Tochter Aimee und deren Mann zum Essen eingeladen und es war ein richtig schöner Abend. Auch wenn das Wetter eher durchwachsen war, hatten wir ein Barbeque und viel Spaß.

Morgen gehen wir abends in die St. Pauls Cathedral für Christmas Carols, morgens am 25. packen wir Gechenke aus, und abends kommen Aimee und Chris zu uns zum Christmas Dinner.

Ich wünsche euch im kalten Deutschland wunderschöne Weihnachten!

Wiebke ♥

Ich lebe noch! :)

Hier auf dem Blog war ja dann doch nicht so viel los in den letzten 4 1/2 Monaten. Ich lebe noch und es geht mir gut! Meine Zeit hier in Neuseeland war bis jetzt eine ziemliche Berg- und Talfahrt, mit vielen genialen Momenten, vielen guten neuen Freunden, aber auch ein paar Entäuschungen, schwierigen Tagen und harten Abschieden.

Vorallem die ersten paar Wochen waren erstaunlich schwierig und doch ganz anders als erwartet, aber inzwischen ist Dunedin absolut zu meiner zweiten Heimat geworden und ich würde immer wieder diese Stadt für mein Auslandsjahr wählen.

Ich hatte eine absolut geniale Nordinseltour, mit einer Gruppe an Leuten, denen nur die Worte „absolutely awesome“ gerecht werden. Wir sind 10 Tage bei bestem Wetter über die Nordinsel gecruist und hatten extrem viel Spaß bei eigentlich allen Aktivitäten. Neben den wirklich super ausgesuchten Touren tagsüber wird auf jeden Fall das Kartenspielen abends in sehr guter Erinnerung bleiben. Spoons, so wie wir das gespielt haben, ist wohl das gefährlichste Kartenspiel, dass es gibt! 😉

Momentan genieße ich den Sommer und meine Ferien, auch wenn Dunedin nicht so wirklich als Gut-Wetter-Stadt bekannt ist. Ich laufe zum Strand etwa 15 min. und bin dort eigentlich fast immer, wenn die Sonne scheint. Ansonsten treffe ich mich noch mit den letzten verbliebenen Internationals, bevor die auch ale die Heimreise antreten.

Weihnachten werde ich in Alexandra in Central Otago bei wahrscheinlich rund 30-35°C verbringen. Weihnachtsstimmung kommt bei mir bis jetzt nicht wirklich auf, aber was nicht ist kann ja noch werden…

Im neuen Jahr stehen dann bei mir noch ein paar Veränderungen auf dem Plan, auf die ich mich riesig freue. Darüber schreibe ich, sobald ich Genaueres weiß.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wiebke ♥

Ich bin dann mal weg…

Am letzten Dienstag ging es dann los. Wir sind so gegen halb 6 los nach Frankfurt an den Flughafen gefahren und am Check-in habe ich dann auch ziemlich schnell Alex getroffen, mit der ich auch schon in Köln auf dem Vorbereitungstreffen war. Wir haben dann zusammen eingecheckt, mit unseren Eltern noch etwas getrunken und dann hieß es schon Tschüss-Sagen und  durch die Pass- und Sicherheitskontrolle.

Am Gate haben wir dann noch Lena und Nina getroffen, auch zwei Mädels die mit Ayusa nach Neuseeland gehen und dann sind wir eingestiegen in den Flieger. Der erste Flug nach Dubai war irgendwie ziemlich doof. Man fliegt gut 6 Stunden, und während Lena am Gang schlief wie ein Stein, haben Alex und ich keine Sekunde geschlafen. Der Flug hat sich unglaublich gezogen und als wir in Dubai angekommen waren war die allgemeine Grundstimmung eher schlecht.

In Dubai mussten wir dann erstmal noch über den halben Flughafen, nochmal durch eine Sicherheitskontrolle bevor wir dann an unserem Gate waren, wo es – große Überraschung – wieder hieß warten.

Der Flug von Dubai nach Melbourne war der längste, aber auch der Beste. Ich habe von den etwa 13 Stunden sicherlich 7 durchgeschlafen. 🙂

In Melbourne waren wir nur kurz, bevor dann der letzte Flug anstand, nach Auckland. Das waren nochmal etwa 3 Stunden. Die gingen dann auch recht schnell um.

Ja, und dann waren wir in Neuseeland. Also los durch die Passkontrolle, Kofferholen und dann, nein, nicht gleich raus, sondern erstmal noch durch die Bio- Security-Kontrolle, wo ich, weil an meinen Wanderstiefeln noch Erde war, erstmal eine kostenlose Schuhreinigung bekommen habe. 😉

Am Flughafen wurden wir dann von einer total netten Frau abgeholt und sind in das Flughafenhotel gefahren. Ich war mit einer Brasilianerin im Zimmer und es war echt lustig. Alex, Mariana, die Brasilianerin aus meinem Zimmer und John und Gabriel, zwei andere Brasilianer haben am Abend dann noch Karten gespielt, bevor wir dann relativ früh und gejetlagged geschlafen haben.

Am nächsten Morgen hatten wir dann unser Einführungsseminar wo wir das Schulsystem erklärt bekommen haben, die Versicherungsunterlagen bekommen haben und uns die häufigsten kulturellen Fehler erklärt wurden. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit und am nächsten Morgen bin ich dann weiter nach Dunedin geflogen.

In Dunedin wurde ich von Helen, meiner Homestay-Coordinatorin, David, meinem Hostdad und Elisa meiner Hostsister abgeholt. Und alle waren echt lieb und total nett.

Wir sind dann vom Flughafen zu meinem Zuhause für das nächste Jahr gefahren, und das erste, was man gemerkt hat war, oh, keine Zentralheizung. Ich also erstmal meine Thermounterwäsche rausgekramt und angezogen, dann ging es.

Der erste Tag war ziemlich unspektakulär. Wir haben meine Hostsister aus Italien vom Flughafen abgeholt, meine Hostmum hat mir die Stadt ein bisschen gezeigt, wir waren mit den Hunden draußen und am Abend war dann irgendein Rugbyhalbfinale, das natürlich geschaut wurde.

Heute ist hier Faulenzertag. Alle schlafen aus, nachher gehen wir noch warme Klamotten einkaufen und sonst machen wir gar nichts.

Montag ist dann der erste Schultag…

Wiebke

Gastfamilie, Kofferpacken und Abschied nehmen

Jetzt sind es noch knapp 3 Tage bis es endlich losgeht, und es hat sich seit meinem letzten Post doch einiges getan.

Als erstes: Ich habe eine Gastfamilie und sie sind wirklich nett. Ich komme in die achtgrößte Stadt Neuseelands, nach Dunedin. Sie hat 116.000 Einwohner und liegt zwischen Pacific und den Neuseeländischen Alpen, also schon mal ziemlich perfekt 😉

Meine Gasteltern haben 5 Kinder, allerdings wohnt nur noch die Jüngste zu Hause. Sie ist 17 und wird in die gleiche Stufe wie ich gehen. Das Haus liegt auch wirklich ideal, ich brauche jeweils etwa 5 Minuten zu Fuß zu Schule, Stadtzentrum und Meer.

Meine Schule ist die Bayfield Highschool, hier der Link zur Schulhomepage: http://bayfield-high.school.nz/

Sie war meine erste Wahl und ich bin wirklich froh, dort aufgenommen geworden zu sein.

Weil es ja jetzt so schnell losgeht steht ja auch Kofferpacken an. Die Frage, die man sich zwangsläufig stellt: Was nehm ich eigentlich mit, wenn ich jetzt ein Jahr weg bin? Ich darf 30 kg mitnehmen, und bin mir ziemlich sicher, dass ich die mit solchen Sachen wie Wanderschuhen, Winterklamotten und Gastgeschenken gefüllt bekomme.

Und was jetzt natürlich auch ansteht, ist das Verabschieden, und ich finde es wirklich schwer. Nicht falsch verstehen, ich freue mich wirklich extrem auf Neuseeland, aber am liebsten würde ich meine Freunde und meine Familie mitnehmen.

Die erste Ferienwoche war ich mit meinem Chor weg, und als wir am Montag aus dem Bus gestiegen sind, haben wir erstmal geheult. Ich mache jeden Tag etwas mit meinen Freunden, und habe mir auch ein Abschiedsbuch gemacht, wo alle reingeschrieben haben.

Noch 3 Tage…

Wiebke

Das Vorbereitungswochenende

Ich habe mich dann für das Vorbereitungswochenende in Köln angemeldet, und da ging es dann auch schon ziemlich schnell hin.

Als ich morgens dorthin gekommen bin, waren schon ziemlich viele Leute da. Ich hab dann mein T-Shirt bekommen und mir erst mal einen Platz gesucht. Während wir noch darauf gewartet haben, dass es anfängt, habe ich schon die erste Neuseeländerin gefunden, die auch mit mir zusammen am 23. fliegt, und wir haben uns von Anfang an richtig gut verstanden.

Der erste Tag ging dann mit Kennenlernspielen, verschieden Präsentationen und den Länderworkshops ziemlich schnell rum. In der Nacht war ich in einem Zimmer mit 3 Mädels, die nach England gehen, und wir haben eigentlich die ganze Nacht gelacht.

Am nächsten Morgen hatten wir dann nochmal Workshops und Präsentationen, bevor wir noch die letzten Tipps und ein Handbuch zu unserem jeweiligen Land bekommen haben, und es schon wieder rum war.

Unsere Eltern hatten während des Zweiten Tages auch 3 Stunden Präsentation gehabt, und waren jetzt also auch vorbereitet.

Wiebke ♥

Die Suche nach der richtigen Organisation und mein Stipendiumauswahltag

Als ich mich dann im letzten Sommer endgültig für ein Auslandsjahr entschieden hatte, ging das Suchen nach der richtigen Organisation los. Und es gibt mehr als man denkt…

Letztendlich haben wir uns für Ayusa entschieden, weil eine Stufenkameradin meines Bruders mit Ayusa in den USA war, und nur Gutes erzählt hat.

Dieser  gute Eindruck hat sich dann eigentlich schon bei der Bewerbung bestätigt. Ich habe mir die Formulare für die Kurzbewerbung und das Stipendium im Internet heruntergeladen und ausgefüllt, in den Briefkasten gesteckt, und habe innerhalb von einer Woche die ausführlichen Bewerbungsunterlagen zugeschickt bekommen und mit diesen einen super Ansprechpartner, der mich durch den gesamten Bewerbungs- und Stipendienprozess begleitet hat.

Wie ich oben schon erwähnt habe, habe ich mich auch für ein Stipendium beworben und wurde auch tatsächlich zu einem Auswahltag eingeladen. Ich habe mich für den in Mannheim angemeldet und ja, im Oktober war dann der Tag da…

Mein Vater hat mich morgens hingefahren, und dann ging es auch schon relativ schnell, mit den üblichen Kennenlernspielchen und Präsentationen zu verschiedenen Themen los. Mittags gab es dann -oho- Mittagsessen, und danach sind die „Amerikaner“ zum Sprachtest, und wir anderen haben Aufsätze über, ich glaube unsere Erwartungen an unser Auslandslandsjahr geschrieben, natürlich auf Englisch 😉

Danach ging es zum Interview. Fast alle Leute, mich eingeschlossen, die da waren haben sich einen riesen Kopf gemacht, weil es ja darum ging, ob man für das Auslandsjahr genommen wird, oder eben nicht. Ich fand es im Endeffekt eigentlich, wie den gesamten Tag, ziemlich lustig.

Am Schluss haben wir noch Handynummern und Emailadressen ausgetauscht, und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

Dann hieß es wieder warten,warten, warten, bis dann im Dezember irgendwann der Brief kam, in dem stand, dass ich ein Stipendium bekommen habe.

Nach diesem Brief tat sich dann lange gar nichts, bis die Einladung zum Vorbereitungswochenende kam. Davon dann demnächst.

Wiebke ♥

Hallo :)

Ich bin Wiebke, 16 Jahre alt und fliege im Juli ein Jahr nach Neuseland.

Hier im Blog schreibe ich über das, was in meinem Highschooljahr so passiert. Außer Hin- und Rückflugsdatum weiß ich eigentlich noch gar nichts. Ich habe das Schulwahlprogramm gewählt, bei dem sucht man sich drei Schulen aus einem Katalog aus, und wird dann (hoffentlich) von einer der dreien angenommen.

Als erste Highschool habe ich eine relativ kleine Highschool in der Küstenstadt Dunedin ausgewählt, die einen Schwerpunk Musik hat und Skifahren anbietet. Vor allem die Musik war ein sehr großes Kriterium bei der Schulwahl, denn Musik, vorallem singen, füllt schon einen riesigen Teil meiner Freizeit hier in Deutschland aus.

Dunedin ist für neuseeländische Verhältnisse mit 116.000 Einwohnern ziemlich groß, die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel. Ich hoffe, dass ich eine Familie bekomme, die relativ zentral wohnt, sodass ich alles gut erreichen kann. Obwohl, eigentlich ist mir egal wo meine Gastfamilie wohnt, solange ich eine bekomme 😉

Die Idee, in der 11. Klasse ins Ausland zu gehen hatte ich eigentlich schon ziemlich lange. In der Mittelstufe war ich dann aber sehr unsicher geworden, denn ich wolte kein Jahr wiederholen und trotzdem ein gutes Abi hinlegen. Ich hatte mich schon mit dem Gedanken angefreundet nach der Schule ein Jahr ins Ausland zu gehen, oder Auslandssemester im Studium zu machen, aber dann hat mich Ende der 9. Klasse mein damaliger Englischlehrer angesprochen.

Er war selbst während der Schulzeit ein Jahr in den USA und war der Ansprechpartner an meiner Schule für Schüler die ein oder ein halbes Jahr im Ausland waren. Der Lehrer hatte mitbekommen, dass ich mit dem Gedanken ein Highschooljahr zu machen gespielt hatte, und hat sich viel Zeit für mich und meine Mutter genommen und uns in einem längeren Gespräch erzählt worauf man umbedingt achten sollte, und von seinen Auslandserfahrngen berichtet. Hierfür nochmal einen riesigen Dank!

Dann ging die Suche nach einer passenden Organisation los, aber davon schreibe ich dann demnächst. 🙂

Wiebke ♥